Turnplatz


Im Jahre der Gründung stand nur der ungeteerte Schulhausplatz vor dem alten Schulhaus für die Turnstunden zur Verfügung. Bei schlechtem Wetter und im Winter wurde in der Scheune von Familie Argenton geübt. Schon in den ersten Jahren wurde der Vorstand einige Male beim Gemeinderat vorstellig, die Gemeinde solle hinter dem Schulhaus einen Sportplatz schaffen. Nach verschiedenen Anfragen wurde dann dieser Turnplatz hergerichtet, jedoch nicht ohne Opposition. Später wurde noch eine Lampe installiert. Eine etwas bessere Beleuchtung wurde erst einige Jahre nach dem Krieg erstellt. Ab ca. 1938 wurden die Schlechtwetter-Turnstunden im neu erstellen Saal des Restaurants Post abgehalten.

Im Oktober 1950 gelangte der Turnverein mit einer Eingabe zur Realisierung eines grösseren Sportplatzes an den Gemeinderat. Damals sollte die Wiese zwischen dem Turnplatz hinter dem alten Schulhaus und dem Restaurant Eital einbezogen werden. Fast gleichzeitig wurde bekannt, dass die Gemeinde das Land der Süddeutschen Zementunion zwischen der Tanksperre und der Schlosserei P. Gysin käuflich erwerben könnte. Da der Gemeinderat der Eingabe des TVT positiv gesinnt war, wurde der Kauf des Wieslandes, wo heute die Schulhaus- und Sportplatzanlage liegt, getätigt. Anschliessend kam eine Studienkommission für das Sportplatzproblem zum einstimmigen Beschluss, dass auf diesem Areal ein Gesamtprojekt mit Schulhaus und Turnhalle ausgearbeitet werden sollte. Da auf dem ebenen Teil auch ohne Ausbau gespielt werden konnte, drängte sich ein echter Sportplatz nicht mehr so dringend auf, es konnte somit in aller Ruhe geplant werden.

Im Frühjahr 1964 war es dann soweit: Die Turnhalle und das Schulhaus mit dem Hartturnplatz konnten eingeweiht werden. Der Rasen-Sportplatz wurde erst anschliessend erstellt.

Leider trat dann etwas ein, was die wenigsten erwartet hatten. Trotz sehr guten Turnanlagen wurde die Zahl der Aktiven während gut 10 Jahren eher kleiner anstatt grösser; auch der Turnstundenbesuch liess zu wünschen übrig. Dieser Trend konnte auch in anderen Vereinen festgestellt werden. An dieser Tatsache war sicher die Motorisierung und das Fernsehen mitschuldig. Erfreulicherweise hat sich dieser Trend in den letzten Jahren wieder zurückgebildet, so dass heute der Aktivmitgliederbestand und der Turnstundenbesuch recht erfreulich ist.

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